Motivationsschreiben

Mit dem Motivationsschreiben steht es gleich wie mit einem Lebenslauf. Sie finden viele Muster, jedes ist anders und eine Auswahl nicht leicht. Wir geben Ihnen daher einige Tipps, wie das Motivationsschreiben zu verfassen ist.
Schon von der eigentlichen Bezeichnung „Motivationsschreiben“ sehen wir, dass es enthalten soll, was für den Stellenbewerber motivierend ist. Warum möchte er an der jeweiligen Position arbeiten, bzw. warum möchte er für die jeweilige Gesellschaft arbeiten? Die Darstellung darf jedoch nicht zu lang sein. Wir wollen die Aufmerksamkeit des Lesers wecken und ihn nicht schläfrig machen. Diese Form des Dokuments wird auch als Begleitschreiben bezeichnet. Aus seiner Bezeichnung ergibt sich, dass es unseren Lebenslauf begleitet und es wäre überflüssig, hier Informationen anzugeben, die bereits im Lebenslauf enthalten sind. In dem Motivationsschreiben müssen Sie daher zur Sache kommen und hier wirklich aussagekräftig sein.

Wie mit Motivationsschreiben Interesse wecken

  1. Steht im Stellenangebot ein Name Ihres Ansprechpartners, beginnen Sie das Schreiben mit seiner Ansprache. Ideal wäre „Sehr geehrter Herr Schmidt (Vorsicht, in der tschechischen Sprache werden Namen gebeugt).
  2. Grund für die Zusendung des Lebenslaufs. Hiermit reagiere ich auf das Stellenangebot für Handelsvertreter der Pivo s.r.o. (fiktive Gesellschaft). Informationen, wo und wann die Stelle ausgeschrieben war, müssen nicht angegeben werden.
  3. Äußerung über Ihr Interesse. Geben Sie an, an welcher Position in der konkreten Gesellschaft Sie interessiert sind und warum. Interessieren Sie sich um die jeweiligen Branche? Sind Sie an dem Arbeitsinhalt interessiert? Und warum? Kennen Sie diese Firma und möchten für sie arbeiten? Stellungnahme und Gründe des Interesses an der Position sollten kurz und stichhaltig sein. Beispiel: „Dieses Angebot interessiert mich, weil ich mich um Handel interessiere und Verhandlungen mit Klienten mir Spaß machen. Ich arbeite gerne in einem dynamischen Umfeld, in dem ich meine guten Kommunikationsfertigkeiten zur Geltung bringen kann.“ Diese zwei Sätze präsentieren sowohl das Interesse, als auch die Begründung. Oder: „Das Angebot interessiert mich nicht nur wegen der Stellenbeschreibung, sondern auch weil ich mich um die Kola s.r.o. interessiere. Ich kenne diese Firma als Kunde und bin mit der Qualität ihrer Produkte sehr zufrieden.“
  4. Wir haben bereits begründet, warum wir auf das konkrete Angebot reagieren und was uns konkret interessiert. Jetzt steht die Motivation an der Reihe. Sie werden vielleicht überrascht sein, aber es geht nicht um Ihre Motivation. Genauso wichtig wie die Präsentation Ihrer Motivation für den Empfänger ist auch das Wecken seines Interesses an einem persönlichen Treffen. Ihre Motivation präsentieren Sie am besten, indem Sie angeben, was für Sie in der Arbeit wichtig ist und in Übereinstimmung mit der Beschreibung der jeweiligen Position steht. Interessieren Sie sich um eine Stelle in einer internationalen Gesellschaft, die dynamische Mitarbeiter sucht, können Sie folgendes schreiben: „Es ist für mich stimulierend, im internationalen Umfeld zu arbeiten, weil ich gerne neue Sachen lerne, neue Menschen treffe und fremde Sprachen nutze.“ Hiermit zeigen Sie, dass das Umfeld der Gesellschaft Ihren Vorstellungen entspricht und Sie Voraussetzungen dafür mitbringen, im Kollektiv mitzuarbeiten und dass Sie eine aktive und kommunikative Persönlichkeit sind. Durch einen Hinweis auf Übereinstimmung der genannten Anforderungen und Ihren Erfahrungen, Fähigkeiten und Voraussetzungen werden Sie den Leser dazu motivieren, Sie zu einem Gespräch einzuladen. Soweit die Gesellschaft z.B. Kenntnisse fremder Sprachen fordert, sollte Ihr Motivationsschreiben eine wahrheitsgetreue Information über Ihre Sprachkenntnisse enthalten. Sie können auch die Dauer Ihrer Praxis im jeweiligen Segment angeben. Beispiel: „Auf Positionen im Handel bin ich seit letzten 5 Jahren tätig und meine Erfahrungen würde ich gerne gerade bei der A.uto s.r.o. nutzen.
  5. Aufforderung zum Lesen des Lebenslaufs. Jetzt sollte der Leser auf den Lebenslauf hingewiesen werden. Verweisen Sie ihn auf ein Dokument im Anhang, in dem sich Ihr beruflicher Werdegang befinden sollte. Sie können z.B. schreiben: „Einzelheiten meiner bisherigen Praxis sind dem angehängten Lebenslauf zu entnehmen“ oder „Sämtliche relevante Informationen über meine Erfahrungen und Bildung finden Sie in…“.
  6. Aufforderung zum Kontakt. Vermeiden Sie Erklärungen in Form „Ich hoffe, dass ich der geeignete Bewerber bin“ oder „Ich halte mich für einen geeigneten Bewerber“. Fordern Sie den Leser lieber zu einem direkten Kontakt auf. Beispiel: “Ihre eventuellen Fragen beantworte ich gerne bei einem persönlichen Gespräch“ oder „Zögern Sie nicht, mich telefonisch zu kontaktieren, Ihre Fragen werde ich gerne beantworten “oder „Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich freuen – hier beantworte ich Ihnen gerne alle Ihre Fragen “. Vergessen Sie nicht, sich zum Schluss mit Ihrem ganzen Namen zu verabschieden.
Soweit Sie möchten, dass das Motivationsschreiben von dem Empfänger gelesen wird, sollte es sich nicht im Anhang befinden. Im Anhang sollte sich der Lebenslauf befinden. Das Motivationsschreiben sollte sich direkt im E-Mail oder Nachricht befinden. So gehen Sie sicher, dass dieses vom Empfänger tatsächlich gelesen wird.
Vermeiden Sie ein „universelles“ Motivationsschreiben. Solche gibt es nämlich nicht. Machen Sie sich die Mühe und schreiben Sie ein originelles Schreiben zu jeder Reaktion. Es gibt nichts Schlimmeres, als das Lesen eines Begleitschreibens mit Informationen über außerordentliches Interesse an der Position eines Buchhalters in einer kleinen Familienfirma, weil Sie eine ruhige, scheue, introvertierte Person mit Interesse an der Arbeit in einem kleinen Team sind, wenn Sie in Wirklichkeit auf die Position eines selbstständigen Händlers in internationaler Gesellschaft reagieren.

Häufige Fehler

Universeller Text eines Motivationsschreibens ist einer der schlimmsten Mängel, die Ihnen die Tür zum persönlichen Treffen und dem eigentlichen Gespräch schließen können. Die Personalisten begegnen oft auch weiteren Mängeln:
  • Begleitschreiben entspricht nicht der jeweiligen Position.
  • Text zu lang und unleserlich.
  • Motivation des Bewerbers wird nicht erwähnt.
  • Angaben aus dem Lebenslauf werden zu oft wiederholt.
  • Das Schreiben wirkt prahlend und unglaubwürdig.
  • Das Begleitschreiben enthält Rechtschreibfehler.
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